Bernhardiweg im Waldviertel: Umsetzungsschritte für das Jahr 2026

Veröffentlichungsdatum31.03.2026Lesedauer3 MinutenKategorienGemeinde
Bernhardiweg

Mit dem Bernhardiweg entsteht im Waldviertel aktuell ein einzigartiges regionales Leitprojekt, das Spiritualität, Naturerlebnis und regionale Zusammenarbeit miteinander verbindet. Das Vorhaben wird im Rahmen eines LEADER-Projekts in den Jahren 2025 bis 2027 umgesetzt und steht unter dem Motto: „Gönne dich dir selbst!“ – eine Einladung, bewusst innezuhalten und sich Zeit für sich selbst zu nehmen.

Zahlreiche Partner – darunter die fünf Projektgemeinden Zwettl, Schweiggers, Weitra, Großschönau und Groß Gerungs, das Stift Zwettl, die Destination Waldviertel sowie engagierte Einzelpersonen mit dem Verein der Freunde des Zisterzienserstiftes Zwettl – arbeiten intensiv daran, den Weg Schritt für Schritt zu realisieren. Der aktuelle Projektstand zeigt: Der Bernhardiweg nimmt bereits deutlich sichtbar Gestalt an.

Im März 2026 fand die Generalversammlung des Vereins der Freunde des Zisterzienserstiftes Zwettl statt. Dabei wurde insbesondere die für das Jahr 2026 geplanten Umsetzungsschritte besprochen.

Beschilderung kurz vor Abschluss
Ein wesentlicher Meilenstein ist die durchgängige Beschilderung des Weges. Diese befindet sich derzeit in der finalen Phase und wird bis Ende März vollständig abgeschlossen sein. In allen Gemeinden ist die Umsetzung bereits nahezu fertiggestellt – wenige nachbestellte Schilder werden noch ergänzt. Mit Fertigstellung der Beschilderung wird der Weg erstmals lückenlos ohne digitale Karte begehbar und bietet eine klare Orientierung für alle Pilgerinnen und Pilger.

Infotafeln schaffen Überblick
Ergänzend zur Beschilderung werden in allen Projektgemeinden zentrale Infotafeln errichtet. Im Stift Zwettl sind diese bereits vorhanden. Diese bieten einen Überblick über den gesamten Streckenverlauf, wichtige Stationen sowie Hintergründe zum Projekt. Die mehrteilige Infotafel wird in den nächsten Wochen in allen fünf Projektgemeinden montiert und stellt einen weiteren wichtigen Schritt zur Sichtbarmachung des Bernhardiwegs dar.

Digitale Plattform in Fertigstellung
Auch digital wird der Bernhardiweg künftig umfassend erlebbar sein: Die Website www.bernhardiweg.at befindet sich aktuell in der finalen Fertigstellung und wird als zentrale Informationsdrehscheibe dienen. Dort werden Etappenbeschreibungen, Inhalte zu den Themenstationen sowie aktuelle Informationen abrufbar sein. Alle sind eingeladen, die Plattform nach Veröffentlichung aktiv zu nutzen und weiterzuverbreiten.

Pilgern bereits möglich
Bereits jetzt ist der Bernhardiweg kein reines Zukunftsprojekt mehr: Die im Herbst installierten Stempelstationen sind vollständig in Betrieb, und erste Pilgerinnen und Pilger sind bereits mit Stempelpass unterwegs. Dieses Angebot erfreut sich wachsender Beliebtheit, weshalb ein Nachdruck der Stempelpässe für das Jahr 2026 bereits eingeplant ist. Zusätzlich wurden in den Pfarren aber auch einigen Kapellen Pilgergästebücher eingerichtet, die Raum für persönliche Eindrücke und Erfahrungen bieten und so zur lebendigen Weiterentwicklung des Weges beitragen.

Themenstationen als Herzstück
Ein besonderer inhaltlicher Schwerpunkt des Bernhardiwegs liegt auf den sogenannten Themenstationen. Diese greifen spirituelle Inhalte auf und laden zur Reflexion ein. Die Konzeption dieser Stationen ist bereits abgeschlossen. In den kommenden Monaten werden an insgesamt zehn Standorten sowie beim Stift Zwettl entsprechende gestaltete „Marterl“ errichtet. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten und unter Einbindung regionaler Betriebe. Die feierlichen Einweihungen dieser Stationen sind im Zeitraum zwischen Ende Juni und Oktober geplant und sollen bewusst in Zusammenarbeit mit den Pfarren vor Ort stattfinden.

Stärkung der regionalen Betriebe
Ein weiterer wichtiger Baustein des Projekts ist die Einbindung regionaler Betriebe. Im Rahmen von Pilgerpartnerprogrammen werden Gastronomie-, Beherbergungsbetriebe und pilgerfreundliche Orte ausgezeichnet und sichtbar gemacht. Erste Kooperationen wurden bereits abgeschlossen und zertifiziert. Ziel ist es, den Pilgerinnen und Pilgern eine gute Infrastruktur entlang des Weges zu bieten und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung nachhaltig zu stärken.

Begleitangebote und Materialien
Rund um den Bernhardiweg entstehen laufend ergänzende Angebote. Dazu zählen unter anderem Merchandise-Artikel sowie bereits veröffentlichte Bücher, die sich inhaltlich mit dem Weg auseinandersetzen und zusätzliche Impulse bieten.
Auch im Bereich Kartenmaterial gibt es erste Lösungen: Die neu aufgelegte Wanderkarte Zwettl-Schweiggers deckt bereits große Teile der Strecke ab. Bis zur Fertigstellung einer eigenen Gesamtkarte wird empfohlen, auf diese ergänzend zum digitalen Angebot zurückzugreifen.

Veranstaltungen und Ausblick
Für das Jahr 2026 ist ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm geplant. Dazu zählen unter anderem:

  • Feierliche Eröffnungen der Themenstationen in mehreren Etappen
  • Geführte Wanderungen, auch mit spiritueller Begleitung
  • Thematische Wanderungen rund um besondere Anlässe
  • Regionale Veranstaltungen wie der Bernhardikirtag im August

Darüber hinaus sind Maßnahmen zur verstärkten medialen Präsenz geplant, darunter Fotoshootings und eine Bloggerreise, um den Bernhardiweg auch überregional bekannt zu machen.

Ein gemeinsames Projekt für die Region
Der Bernhardiweg ist weit mehr als ein Wanderweg – er ist ein gemeinsames Projekt, das Menschen verbindet, zur Besinnung einlädt und die Besonderheiten der Region sichtbar macht. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, den Weg kennenzulernen, selbst zu erleben und aktiv mitzutragen.